Sonntag, 27. Dezember 2015

fließender Übergang

habt ihr schon gesehen? Ja? Ich habe ein bisschen an meinem Blogdesign gebastelt, und auch die FB-Seite hat ein neues Cover bekommen. Immer wenn das alte Jahr zu Ende geht, ist die Lust auf Veränderung besonders groß, finde ich. Bei mir zumindest.


Irgendwie hat mein Bloglayout nicht mehr gepasst. War nicht mehr hasenwild. Nicht, weil ich mir damals nicht genug Gedanken gemacht habe, als ich es entworfen habe. Sondern weil ich mich verändert habe. Vor allem in meinem Stil. Ich glaube, die Tatsache, dass ich in letzter Zeit viel genäht, aber keine Lust zum Bloggen hatte, hing auch damit zusammen, dass das Bloglayout so unstimmig für mich geworden ist.


Ganz hundertprozentig glücklich bin ich noch nicht damit, ich werde noch ein bisschen daran weiterbasteln - aber es geht definitiv in die richtige Richtung. Wie gefällt es euch soweit?


Das ist irgendwie so ein bisschen wie Zimmer umräumen. Mein Blog ist ja schon ein Teil meines Wohnzimmers, wenn auch ein virtueller. Da hängt viel Liebe und Zeit darin, da muss auch die Einrichtung passen. Und eigentlich ist es auch schön zu sehen, wie sich Dinge verändern. Dass das Leben nicht starr in eine Form gegossen ist, sondern dass es im Fluss ist. Ich fließe gerne. :D Ich finde das total spannend - zu sehen, wie sich Dinge entwickeln. Raum zur Entwicklung haben, geben und genießen. Das hält doch den Geist flexibel, oder nicht?


Im Kleinen wie im Großen passiert das. In einem selber und um einen herum. Bei uns haben sich hier in der Gemeinde zum Beispiel die ersten Flüchtlingsunterkünfte gefüllt. Ihr müsst euch vorstellen, meine kleine Gemeinde hier in Bayern besteht aus kleinen bis klitzekleinen Dörfern, vielen alteingesessenen Leuten, Traditionen und hundert Dingen, die "schon immer so waren". Ich muss sagen, ich war etwas skeptisch auf die Flüchtlingsankündigung hin. Nicht wegen der Flüchtlinge - die lasse ich gern auf mich zukommen und mache mir selber ein Bild. Aber ich hatte wirklich Bedenken, dass diese Leute komplett abgelehnt werden und niemand einen Finger für sie rühren wird. Weil sie fremd sind. Und Angst machen.


Und ich kann euch gar nicht sagen, wie ich mich freue, sagen zu können - ganz im Gegenteil. Es haben sich mit mir über 90 freiwillige Helfer in verschiedenen Bereichen gemeldet, die gerne helfen möchten. Und als es darum ging, die neue Flüchtlingsunterkunft hier im Ort zu putzen und herzurichten, waren sofort über 10 Leute zu Stelle, die ihre Vormittage dafür hergegeben haben. Frauen wie Männer. Die geputzt und geschrubbt haben, Möbel geschleppt, Kisten mit altem Zeug gepackt, gekehrt und poliert, um eine halbwegs heimelige Atmosphäre zu schaffen.


Die erste Flüchtlingsunterkunft in der Nachbarortschaft ist bereits bezogen, und es werden bereitwillig Dinge zur Verfügung gestellt, die Nachbarn fragen nach, wie es den Leuten geht, sie werden eingeladen, mit einbezogen, mitgenommen. Und ich finde das so toll. Ich finde es so gigantisch, ein Teil davon zu sein. Ein Teil dieser Bewegung, dieses Flusses, der nicht starr an einem Felsen kleben bleibt, sondern sich elegant drumherumschlängelt, sich anpasst an neue Gegebenheiten und dabei so viel Mitmenschlichkeit, Offenheit und Respekt ausstrahlt. Ich bin stolz darauf. Und warte gespannt auf unseren Neuzuwachs im Dorf.


Und das, meine Lieben, das ist für mich der Inbegriff von Weihnachten. Ich glaube, so weihnachtlich war Weihnachten noch nie, wie in diesem Jahr, in dem tatsächlich Herbergssuchende vor unserer Tür standen. Und wir, die wir hier leben, uns nicht für die Rolle des Herbergswirtes, der keinen Platz machen will, entschieden haben. <3


Noch ein paar Infos zu dem süßen Mantelschnitt, den ihr nebenher auf den Bildern bewundern konntet :D : Der neueste Streich von "Meine Herzenswelt" ist das und nennt sich "Kuschelmantel Nayla". Hach. Wie von Ilona gewohnt ein perfekt ausgearbeiteter Schnitt mit ganz vielen liebevollen Details und tausendundeiner Möglichkeit zum variieren und tüddeln.


Nayla ist leicht tailliert und fällt unten in eine süße Rundung. Um den Kragenbereich und an den Seiten gibt es optionale Passen (die ich hier ganz schlicht mit Paspelband angedeutet habe) und hinten könnt ihr euch zwischen einer normalen Rundkapuze und einer Zipfelkapuze mit oder ohne Saumbund oben entscheiden. Die Ärmel können mit normalem oder verstecktem Bündchen genäht werden.


Ich habe mich dieses Mal an Textilfarbe getraut und mit selbstgemachtem Freezerpapier vorne und hinten mit Silberglitzerfarbe jeweils eine Katze aufschabloniert und hinterher freihand mit schwarzem Garn umstickt. Für mein Katzenfreakkind. :D


Genäht ist unsere Nayla aus smaragdfarbenem Jeans und gefüttert mit kuscheligem Baumwollfleece - also eher eine Übergangsjacke, die aufgrund der unüblichen Dezembertemperaturen aber nach wie vor fleißig im Einsatz ist. Die Mütze nennt sich "KrempyLu" und ist ein neues Ebook von "BirdyLu" und mit der witzigen Krempe ein neuer - weil mal etwas anderer - Lieblingsmützenschnitt. Meine kleine Maus fühlt sich jedenfalls sichtlich wohl in der Kombi!

Dicker, fetter Geheimtipp von mir: "Nayla" bekommt ihr noch heute in der Makerist-Wochenend-Aktion für nur 2 Euro - genau wie alle anderen Ebooks von meine Herzenswelt! Das lohnt sich sowas von! Hüpft unbedingt vorbei und schnappt euch mindestens das Mantelebook - und wenn ihr schon da seid, schaut euch gleich noch die CoZ-Familienreihe von Sewera an, die ist auch im Angebot und ein absoluter Kauftipp! Deswegen verlinke ich euch jetzt direkt zur Nayla bei Makerist - natürlich bekommt ihr das Ebook auch über Dawanda! <3
 
https://www.makerist.de/patterns/ebook-kuschelmantel-nayla-groesse-80-170
 
  Und hier findet ihr die Mütze KrempyLu:
 
http://de.dawanda.com/product/92185551-krempylu-von-birdylu-e-book
 
Ich hoffe, auch ihr hattet stimmungsvolle Weihnachtsfeiertage - ich wünsche euch von Herzen für nächstes Jahr, dass auch ihr die Kraft und den Mut habt, euch einfach treiben zu lassen, Veränderungen mit Neugier und Offenheit anzunehmen und etwas Positives daraus zu machen.
 
Hasenwilde Grüße
Johanna
 

Sonntag, 13. Dezember 2015

Ein Mädlein steht im Walde...

Ihr merkt schon, hier ist es momentan etwas ruhiger. Aber es ist ja auch Adventszeit. Und da MUSS alles ein bisschen ruhiger sein.


Ich gebe mir Mühe, den jährlichen Weihnachtsaktionismus ein bisschen zurückzudrängen. Jedes Jahr nehme ich mir das vor, und ich muss voll Stolz sagen, jedes Jahr gelingt es ein bisschen mehr. Nicht immer, nicht durchgehend, aber immer mehr.


Und die Zeit, die dann tatsächlich hier und da einfach frei bleibt, versuche ich im Moment mit meinen Kindern zu nutzen. Gemeinsam puzzlen, ein Spiel spielen, Weihnachtslieder singen oder ein Ausflug auf den Christkindlesmarkt, da tanken wir alle miteinander auf.


Oder aber ich nutze tatsächlich mal ein halbes Stündchen für mich. In der Badewanne. Mit einem guten Buch auf dem Sofa. Oder bei einem Film abends auf der Couch.


Ich gebe zu, das ist noch ausbaufähig. Die Termine geben sich immer noch die Klinke in die Hand im Hause hasenwild. Aber es wird. Und ein bisschen Weihnachtsgewusel darf ja auch sein, das gehört dazu. Richtig ruhig wird es bei uns dann nach Weihnachten in den Ferien, die halte ich mir nämlich strikt termin- und probenähfrei.


Trotzdem - gerade die Probenähbilder in Herbstoptik möchte ich euch jetzt endlich zeigen, vielleicht könnt ihr ja noch die ein oder andere Anregung für euer Weihnachtsoutfit brauchen? Der Winter lässt sich ja heuer Zeit mit dem Einstand, so sind die Bilder jahreszeitmäßig eigentlich immer noch gut im Rennen, finde ich.... ;) Außerdem mag ich die Farben sehr gerne. Ich könnte immer nebenher "Ein Männlein... äääh... Mädlein steht im Waaaaldeeeee ganz still und stumm..." singen. Sogar das Mäntlein aus Purpur passt nämlich, und ein Käpplein hat das Mädlein auch auf dem Kopf. Astreine Umsetzung, finde ich. :D :D


Diese Bilder hier hat mal wieder meine Schwester von mir geschossen - ich habe ihr im Wald aufgelauert und sie kurzerhand vom Fleck weg als Fotografin rekrutiert. :D


Auf den Bildern findet ihr sogar zwei probegenähte Teile! Das Oberteil ist ein Special von Schnittgeflüster, nennt sich "Faiva" und ist - wie die meisten Schnittgeflüsterschnitte - wandelbar wie ein Chamäleon. :) Ich mag sowas ja total gerne. Die Wickeljacke mit den langen Zipfeln lässt sich auf unendlich viele Arten binden. Ich habe für euch meine drei Lieblingsvarianten fotografiert. (Eigentlich waren es sogar vier, aber bei der letzten saß ich so geschickt hinter einem Bretterdach, dass ich durch die Schatten auf den Bildern aussehe wie ein junges Zebra. :D :D Leider nicht vorzeigbar. ;) ) Aus dem weichen Viskosejersey aus dem Stoffladen vor Ort fällt meine Faiva jedenfalls wunderbar weich und ist ein ideales "Drüberwerferle" für alle Gelegenheiten. Im Schnitt enthalten ist auch noch ein breiter Saumbund, den man sich auch als Kapuze überwerfen kann und viele Möglichkeiten, um dem Schnitt mit ein paar Druckknöpfen unendlich viele Variationen zu entlocken.


Der Hingucker obendrauf nennt sich "Herbstgesang und Blättertanz" und ist eine der zwei Hutvarianten von jojolino. Ich habe meinen Hut aus braunem Filz genäht und mit einem geflochtenen Lederband verziert - ihr könnt euch da aber mit sämtlichen Materialien austoben und außerdem auch eine zweite, breitere Krempenvariante ausprobieren. Definitiv das i-Tüpfelchen für jedes Outfit! Und vor allem - mal was anderes. Man kann ja schließlich nicht nur Beanies nähen.... ;)





http://www.schnittgefluester.de/Faiva-34-54     https://www.alles-fuer-selbermacher.de/index.php?route=product/product&product_id=24407

Mit den Links zum Hut und zum Wickeloberteil verschwinde ich dann wieder in meiner adventlichen Besinnungsstimmung - und wünsche auch euch noch einen wunderbaren dritten Adventssonntag! <3

Hasenwilde Grüße
Johanna

Sonntag, 29. November 2015

Danke - free Tutorial Freihandstickerei

Ihr Lieben!

Heute möchte ich einfach mal DANKE sagen.

Danke
- für alles, was ich in über einem Jahr hasenwild-Blog erleben durfte.

- für all die Chancen, die sich dadurch für mich eröffnet haben

- für all die Teams, für die ich in der Zeit nähen und werkeln durfte

- für all die Schnitte, an deren Entstehungsprozess ich beteiligt sein durfte - jeder einzelne war eine
Ehre für mich

- für all die lieben Menschen, Kolleginnen, Näherinnen, Kreativköpfe, und Powerfrauen die ich dabei kennenlernen konnte

- für die unzähligen lieben Kommentare, die ihr mir hier auf meiner kleinen Seite hinterlasst, für jeden, der mich auf meine Beiträge oder Bilder persönlich angesprochen hat - ihr zeigt mir, dass ich hier nicht alleine bin. Dass ihr da seid, dass ihr mitfühlt und mitlest. Ihr seid die besten!


Das Bloggen hat mich verändert. Ich habe eine ganz neue Welt für mich entdeckt. Eine Welt mit ganz viel Kreativität, Feuer, Freude, Liebe und Einfallsreichtum. Aber auch eine Welt, in der manchmal Missgunst und Respektlosigkeit herrschen. Trotzdem bin ich dankbar, Teil dieser Welt zu sein. Und ich gebe mir redlich Mühe, sie auf meine Art ein bisschen mitzugestalten und nach bestem Wissen und Gewissen ein kleines bisschen besser zu machen.

Um jedem einzelnen von euch dafür DANKE zu sagen, dass ihr hier seid und außerdem zur Feier meines (fast) hundertsten Blogbeitrags (das hier ist der neunundneunzigste), habe ich heute eine kleine Überraschung für euch. Nachdem ich von vielen von euch die Rückmeldung bekommen habe, dass euch meine Freihandstickereien gefallen, habe ich ein kleines Tutorial dazu verfasst, in dem Schritt für Schritt erklärt ist, wie man sich an so eine Freihandappli herantastet. Außerdem findet ihr viele meiner Beispiele darin - vielleicht lässt sich ja der ein oder andere inspirieren? Ein Klick auf das Bild bringt euch direkt zum Tutorial!

https://www.dropbox.com/s/85jm4a7bv18z7j5/Tutorial%20Freihandstickerei.pdf?dl=0



Ich hoffe, ihr habt Spaß mit meiner Anleitung! Ich wünsche euch viel Spaß damit - und außerdem einen wundervollen besinnlichen Advent, so wie ihr ihn euch wünscht!

Hasenwilde Grüße
Johanna

Freitag, 20. November 2015

Waldmusik

Hallo ihr Lieben!

Heute möchte ich einen Beitrag nachholen, der vor ein paar Wochen vollkommen in der Versenkung verschwunden ist. In ein Loch gefallen. Und schwupps, war er fort. Kennt ihr das?


Dabei ist das im Moment eines der meistgetragenen Kleidungsstücke - aktuell mal wieder in der Waschmaschine... Ich habe also vor ein paar Wochen angefangen, zu den Bildern etwas zu schreiben. Und dann wurde ich unterbrochen. Ich weiß nicht mehr, was es war. Ein Anruf, jemand an der Türe, die überkochende Milch auf dem Herd oder ein Hilfeschrei einer meiner Töchter - keine Ahnung. Der Alltag eben. Der kam mir in die Quere.


Und der kam mir so nachhaltig in die Quere, dass ich den Beitrag an dem Tag nicht fertiggestellt habe. Auch nicht am nächsten. Oder am übernächsten. Er landete auf dem Haufen "Entwürfe" - und geriet in Vergessenheit. Wie ein alter Socken.


Kennt ihr das, wenn man eine Sache anfängt, aber nicht zu Ende bringt, dass das Gehirn die Sache trotzdem in der "erledigt"-Schublade ablegt? Komische Sache mit dem Gehirn, wirklich. Das passiert mir aber öfter. Ich schäle Karotten, werde durch das Telefon unterbrochen, lege die aktuelle Karotte samt Schäler auf das Telefontischchen - und vergesse sie da. Und wenn ich dann kurz vor knapp das Essen fertigmachen will, sind keine Karotten da und ich fange verzweifelt an zu suchen und denke mir "Aber wo ist denn....? Aber ich hab doch schon....? Aber das war doch schon erledigt!!". Bis ich die Karotte auf dem Telefontisch liegen sehe. Dann schüttle ich den Kopf über mich.


Ein Glück, dass mir diese unerledigten Dinge irgendwann in die Hände fallen, damit sie dann doch noch vollendet werden. Manchmal dauert das nur Minuten, manchmal zieht sich das etwas. Aber in diesem Fall wäre es doch wirklich schade gewesen - ich mag die Bilder nämlich wirklich wahnsinnig gerne!


Ich liebe nämlich den Wald. Ich mag die Luft da, die Geräusche, die Ruhe, und vor allem das Licht. Und meine Kinder können sich stundenlang im Wald beschäftigen. Besonders mit Sammeln - Äste, Zapfen, Beeren, Nüsse, Eicheln, Blätter und was sich sonst noch so entdecken lässt.


Die große Hasentochter probiert grundsätzlich alle Materialien akustisch aus. Sie klopft, reibt und sägt Dinge aneinander, raschelt mit Händen oder Füßen durch Blätter, klackert und klopft Zapfen aneinander und schüttelt Eicheln in ihrem Körbchen. Sie erfasst ihre Welt schon immer mit den Ohren und kann nach wie vor an keinem Metallgeländer vorbeigehen, ohne mit irgendetwas dagegen zu klopfen. Ich habe das Gefühl, sie sortiert ihre Umgebung nach ihrem Klang. Ich sehe (und höre) ihr wahnsinnig gerne dabei zu und bewundere ihre Art, Dinge wahrzunehmen. Und sie hat recht. In allem ist Musik versteckt. Man muss sie manchmal nur herausholen. Und je nach Umgebung klingt sie völlig unterschiedlich.


Den süßen Waldtiere-Sweat von Hilco habe ich von Manuela Thiemig (früher MaThiLa) von der Stoffmixbar zur Verfügung gestellt bekommen. Ich bin ja sonst nicht so der Motivfan, aber die schwarzen Tiere auf dem braungrauen Stoff kommen ganz dezent und eher wie ein Musterstoff rüber - und lassen sich optimal mit einer kräftigen Farbe wie meinem fuchsorange kombinieren, ohne dass das sonst schlichte Outfit langweilig aussieht. Der Sweat ist leicht dehnbar und innen kuschelig angerauht - für meine kleine Frostbeule und die frischen Temperaturen im Moment wirklich genau das richtige.


Als Schnitt habe ich mir "Lotta", die Freya-zum-Kleid-Erweiterung von FinnLeys ausgesucht und darauf eine Fuchsmama mit Kind freihand appliziert. Ich wollte gern mal so eine rundumadum-Appli ausprobieren - der Körper und der Schwanz der Fuchsmama reichen über die Seite bis auf den Rücken. Coole Sache. Finde ich einen total witzigen Effekt, gerade, weil die beiden von der Form her sehr einfach gehalten sind, um auf dem gemusterten Stoff schön zur Geltung zu kommen. Die Seitenpassen von "Lotta" habe ich weggelassen, das wäre mir zu viel gewesen. Dafür gabs natürlich die obligatorische Kapuze und ein paar Paspeln aus dem warmen orangen Interlock. :D


In Kombination mit schlichten schwarzen Bündchen und der orangen Leggins wirkt das Waldtiere-Sweat-Kleid jedenfalls super und ist ein absoluter Dauerbrenner im Schrank. <3 Der schicke Waldtiersweat ist leider schon ausverkauft - aber guckt unbedingt in der Stoffmixbar vorbei, im Moment findet ihr da ganz viele kuschelige Unisweats und witzige Motivkombis dazu, und ein passendes Ebook könnt ihr auch gleich noch dazu erwerben! Lohnt sich! Absolut! <3

Hasenwilde Grüße
Johanna

Sonntag, 8. November 2015

sweet(ie)s zur Entschleunigung

Wir sind wieder beste Freunde. Juhu. Die Nähmaschine und ich haben uns wieder versöhnt und können uns im Moment gar nicht so recht trennen, deswegen hört ihr auch so wenig von mir....


Bei der Versöhnung geholfen hat mir ein ganz besonderer Schnitt aus einem ganz besonderen Probenähen....


Aber lasst mich von vorne anfangen. Inzwischen bewerbe ich mich nur noch selten bei Probenähen. Ich arbeite in ein paar Stammteams mit, die mir sehr am Herzen liegen, und das aktuelle Näh-Arbeitspensum ist so wirklich optimal für mich. Da bleibt nebenher normalerweise noch schön Zeit für Familie, Haushalt (naja... ;) ) und hin und wieder auch ein nähfreier Abend. Manchmal häufen sich die Schnitte ein bisschen, manchmal ist es dafür wieder recht ruhig. Gerade richtig, so für mich.


Aber hin und wieder komme ich an einem Schnitt außerhalb meiner Stammteams nicht vorbei. Der ein oder andere tendiert dazu, mich anzuspringen. Mitten ins Gesicht und mitten ins Nähherz. Und dann MUSS ich mich einfach darauf bewerben. Bei dem Rock "Ginny" von rosarosa habe ich mir eigentlich keine großen Chancen ausgerechnet. Da waren soooo viele Bewerber mit so vielen tollen Seiten. Umso höher bin ich vor Begeisterung gehüpft, als ich tatsächlich ins Probenähteam für "Ginny" eingeladen wurde. Hin und wieder braucht man ja so einen kleinen Glückshormonschub.... ;)


Und der Schnitt ist aber auch genial. Mal wieder was anderes. Eigentlich mehr wie Patchwork als Kleidernähen. Ein Baumwollschnitt aus 14 einzelnen Bahnen, die jeweils kellergefaltet werden, oben schön schmal anliegend und unten fluffig, weit und bequem.


Ich nähe ja schon gern mal so Nase mal Pi. Nahtzugabe frei Auge und sowas. Bei einem normalen bequem sitzenden Jerseyoberteil fällt das ja auch nicht so wesentlich ins Gewicht. Aber bei 14 Webware-Bahnen plus Belegen plus Kellerfalten, also in der Breite 46 Nähten, spielt jeder Millimeter eine entscheidende Rolle.


Ginny ist kein 5-Minuten-Projekt. Da muss man sich allein beim Zuschneiden schon Zeit nehmen. Und ein Lineal. Aber der Rock macht wahnsinnig Spaß. Gerade nach den vielen Oversize-Teilen, die ich in letzter Zeit so für mich genäht habe, ist das mal wieder ein ganz anderes Arbeiten. Erstens sind die süßen Details wie die Schleifentaschen oder die Knopfleiste echt zum Verlieben. Und dann ist es ein absolutes Hochgefühl, wenn dieser Rock oben dann auch wirklich genau passt. Dinge, die man sich richtig erarbeitet hat, haben eben hinterher auch den größten Wert für einen selber.


Schwierig zu nähen ist Ginny deswegen nicht. Mal davon abgesehen, dass die einzelnen Arbeitsschritte wirklich narrensicher erklärt und bebildert sind, ist auch eigentlich nichts dabei. Man braucht eben ein bisschen Geduld dafür. Und in der heutigen Zeit, in der alles schnell-schnell und sofort funktionieren muss, ist so ein Projekt eine richtige Oase - das Stichwort Entschleunigung passt da wunderbar. Die Gedanken kreisen lassen und nebenher vierzehn Mal exakt dieselbe Naht setzen. Und durchschnaufen. Ich warne euch, man kann auch süchtig werden davon. :D


Unser Ginny-Exemplar hier habe ich aus festem Canvas genäht. Der Stoff mit den süßen Bonbongläsern lagert schon ein Weilchen in meinem Regal und wartet auf einen würdigen Verwendungszweck - gefunden, würde ich sagen! :D Kombiniert habe ich den Rock mit einem einfachen Longsleeve von Lillesol und Pelle mit appliziertem Bonbonglas, Stulpen und einer Issy von FeeFee, dieses Mal als Bolero. Dass vorne das untere Teil des Boleros oben angenäht ist, ist selbstverständlich Absicht. :P Nicht, dass ihr denkt, ich hätte irgendwie ein Problem mit rechts und links (und oben und unten und überhaupt.... ;) ) Ich finde ihn aber trotzdem schick, aus rosa Glitzersweat - und schön warm ist er auch noch! Naja, und bei den vielen Sweets auf dem Rock musste für das Shooting dann natürlich ein Lolli her. Ausnahmsweise. :D


Der Rock dreht inzwischen schon die zweite Runde in der Waschmaschine - und ich sage euch, für den überwinde ich sogar meine angeborene Bügelophobie, und das will was heißen! :D

Habt ihr auch Lust bekommen auf Ginny? Dann klickt mal rüber zu Christinas Shop und schaut euch durch die fantastischen Probenähbeispiele!! Und wenn ihr ganz schnell seid - nur heute noch gibt es Ginny zum Einführungspreis!

 
Ich habe für heute mit der Näherei abgeschlossen - noch ein paar Fotos bearbeiten und dann freue ich mich auf einen gemütlichen Abend auf dem Sofa! Das muss nämlich auch mal sein! <3
 
Hasenwilde Grüße
Johanna

Mittwoch, 21. Oktober 2015

Tief

Ich glaube, ich habe ein Tief. Ein Nähtief. Hatte ich noch nie.


Kennt ihr das? Wenn man tatsächlich keine Lust auf die Nähmaschine hat? Zum Glück ist es gerade probenähtechnisch bei mir sowieso ein bisschen ruhiger - ein Teil habe ich im Nähkeller liegen, das schon zugeschnitten ist, aber das hat zum Glück keine Eile.


Und ich? Mache körbeweise Wäsche, schaue hin und wieder auch mal einen Film, bringe den Haushalt auf Vordermann und setze mich endlich an die leidige Schreibtischarbeit, die schon seit Ewigkeiten laut nach mir schreit. Gerade merke ich, wie viel Zeit ich tatsächlich in mein Hobby stecke.


Vielleicht sollte ich mir so eine Näh-Auszeit öfter nehmen. Das bereinigt schon so ein bisschen das latent schlechte Gewissen, das ich sonst an der Nähmaschine oft habe, weil einfach viel anderes liegen bleibt. Ich liebe mein Hobby, und ich habe nicht nur wahnsinnigen Spaß am Nähen, sondern auch an der Probenäherei, dem gegenseitigen Austausch und nicht zuletzt dem Fotografieren. Aber wie bei so vielen Dingen - eine Pause schafft wieder eine distanziertere Sicht auf die Dinge - und hebt nicht zuletzt den Spaß an der Sache wieder!


Ich lasse das Tief also einfach Tief sein, beschäftige mich mit anderen Dingen, freue mich, dass gerade nähtechnisch nichts eilt und warte auf die nächste Hochphase - und die kommt bestimmt. So ein bisschen fühle ich sie schon kribbeln. :D


Zum Glück geht mir fototechnisch das Futter für euch nicht aus - ich habe noch so einiges zu zeigen hier auf meinem Laptop! Los geht's erst mal mit diesem schönen Schnitt hier - es gibt ihn noch gar nicht zu kaufen, aber er kommt euch sicher bekannt vor! "Freya", den erfolgreichen Pullunderschnitt von FinnLeys, gibt es jetzt endlichendlich bald auch für uns große Mädels unter dem Namen "Freya Ladies". Der Schnitt steht in den Startlöchern und ist ganz bald auch für euch zu haben. Bid dahin könnt ihr euch schon mal inspirieren lassen - die ersten Freya-Bilder werden nämlich heute schon hier und da zu sehen sein! Ich habe hier die Variante mit den seitlichen Passen und Einstecktaschen genäht, außerdem habe ich mir den kuscheligen Kragen ausgesucht. Den finde ich ja besonders klasse, weil der Hals so schön warm bleibt. Natürlich wird es "Freya" auch mit Kapuze, mit der bewährten Rabaukentasche und sogar mit Mufftasche (wie ihr sie vielleicht von der Lotta kennt) geben. Und das alles ladytauglich, kuschelwarm und als Drüberzieher für alle Gelegenheiten - meine zwei Freya haben beide schon den ersten Waschgang hinter sich, so häufig werden sie getragen!


Das hier ist die zweite Ladung GOTS-zertifizierter Heavy-Bio-Sweat, den ich für stoffversand4u probenähen durfte. HIER konntet ihr ja schon den grau-melierten Sweat begutachten - das hier ist aprikose. Und ich hab echt nix zu meckern daran - superkuschelig, vernäht sich total gut, und die Farben sind satt. Und, naja, Bio halt. :D Klickt rüber zu stoffversand4u, den gibt's in ganz vielen wunderschönen Farben: *KLICK* Kombiniert habe ich mit den weiß-schwarzen Ringeln vom Stoffonkel, mit denen man einfach alles kombinieren kann - und außerdem passt zu dem aprikosefarbenem Sweat PERFEKT der Campingbear von Andrea Lauren, den ich hier noch liegen hatte - exakt der gleiche Farbton in den Dreiecken. Ich liebe sowas. Wenn Sachen passen. :D :D

Meine Freya Ladies schicke ich zu RUMS und zu Ich-näh-Bio. Und ich widme mich dann wieder meinem Schreibkram und warte geduldig auf das nächste Näh-Hoch. Weil es immer am sinnvollsten ist, das Leben zu nehmen, wie es eben kommt. <3

Hasenwilde Grüße
Johanna