Mittwoch, 12. November 2014

Freya die zweite - oder: quality time for mom

Huhu ihr Lieben,
Zeit wird's mal wieder, euch noch ein paar fertige Nähwerke zu zeigen. Dieses hier ist schon eine ganze Weile im Einsatz - meine zweite Freya von FinnLeys.




Für die Freya und das passende Oberteil hab ich eines meiner langgestreichelten Lieblingsstöffchen angeschnitten und dazu cremefarbenen Sommersweat von Swafing sowie senfgelbe Bündchen kombiniert. Und ich mag die Farben sooooo gern.



Wie auch beim Minihaserl habe ich die Prinzessinnenversion mit Kapuze verwendet und hier auch das Verkleinern der Kapuze ausprobiert. Klappt problemlos.



Die Fotos sind im herbstlichen Garten von meinen Schwiegereltern entstanden, und eingefallen sind sie mir gerade gestern, als ich meine Mädels bei Schwiegermama abgegeben habe und mir ENDLICH mal wieder einen freien Tag gegönnt habe. Oder zumindest einen halben. Der letzte war glaub ich im März oder so?



Woran das liegt, dass die richtig echten freien Tage (die, an denen man sich ohne Termin nur Zeit für sich nimmt) so selten kommen? Schwierig zu sagen. Eigentlich habe ich das Privileg, von vielen möglichen Babysitterkandidaten umgeben zu sein. Nicht nur, dass meine Schwiegereltern und Schwägerin im selben Dorf und auch meine Eltern nur 10km entfernt wohnen, auch meine Oma (die Uroma der beiden Hasen) ist fit wie ein Turnschuh und nimmt mir gern mal ein, bei Bedarf auch mal zwei Kinder ab. Das ist absolut keine Selbstverständlichkeit, und ich genieße das wirklich.



Aber. Nachdem mein Mann recht aktiv, und auch ich von Natur aus ein geborener Rennbesen bin, brauche ich diese Babysitterdienste sowieso oft genug. Kinderchormusical, Krabbelgruppe, Kinderkirche, Sport, der ein oder andere Chor, meine Babymassagekurse,... ich könnte noch eine Zeitlang so weitermachen. Ehrlich. Da muss sowieso zweimal pro Woche irgendwer für irgendwas einspringen, und das ist dann auch genug. Für die Babysitter- und für meine Kinder auch. Wenn jeden Tag jemand anders aufpasst, kann sich einfach kein normaler Alltag entwickeln, und das ist für Kinder wirklich anstrengend. Für meine jedenfalls. Jedenfalls bleibt aus dem Grund oft einfach keine Zeit, mal die Mädels abzugeben und einfach nur NICHTS zu tun.



Meine Familie grinst da inzwischen nur noch - "bist schon wieder benefizen?". Ja. Äh. "Nein" sagen ist nicht meine Spezialität. Tja. Aber ich arbeite daran. Mir macht das alles wahnsinnig viel Spaß - aber es muss alles in einem sinnvollen Rahmen bleiben. Hobbys dürfen nicht in Stress ausarten, finde ich. Wenn ich eine Zeitlang so gefühlt zwischen Tür und Angel lebe, von einem Termin zum anderen sprinte und dabei meine Mädels von hier nach da schiebe, ist irgendwann die Luft in der Wohnung wirklich dick. Da mutiere ich plötzlich zu etwas, was ich nie sein wollte, schimpfe hier und meckere da, lege auf einmal Wert auf Dinge, die total unwichtig sind und habe keine Zeit, meinen Mädels zu erklären, warum mir etwas wichtig ist. Das passiert immer mal wieder, und dann ist Zeit für die Notbremse.



Dazu gehört erst mal Familienzeit. Den ein oder andern Termin abspecken, Dinge absagen (oder zumindest Dinge nicht zusagen) und tief Luft holen. Und nach ein paar Nachmittagen, an denen ich gezielt etwas Tolles mit meinen Kindern unternehme - letzte Woche haben wir zum Beispiel gebastelt, das zeig ich euch noch irgendwann. Oder einfach zum Spielplatz gehen. Oder in den Wald. Oder gemeinsam des weltgrößten Lego-Duplo-Bauernhof aufbauen - ist die Stimmung im Hause Hasenwild schon wieder viel entspannter.



Und dann kommt Phase zwei: Zeit für MICH. Nur für mich. Gemütlich zum Frisör, zwei Stunden irgendwo mit einem Buch in einem leckeren Restaurant, ein bisschen Shoppen, ein gemütlicher Kaffee. Nur ich ganz allein. Batterien aufladen. Doch, ich kann das, mich ganz alleine irgendwo reinsetzen und Leute beobachten. Oder es einfach nur genießen, nichts sagen zu müssen. Nach so einer Auszeit bin ich wieder startklar für mein Leben. Und meine Hobbys. In Maßen. Und nachdem ich gestern so einen Tag genießen durfte, bin ich heute tiefenentspannt und in Bloglaune :D :D



 
Und damit die Stimmung im Haus Hasenwild so entspannt bleibt, wie sie heute ist, werde ich jetzt dann die Minihasen-Mittagsschlafzeit nutzen und mich mit meiner großen Tochter und einem Buch gemütlich aufs Sofa kuscheln. Hinterher ein Stück frischen, selbstgebackenen Nusszopf und eine Tasse Kaffee (bzw für's Kleinvolk Tee), und ihr werdet sehen - der Nachmittag läuft.... :D
 

 
 
Mein Wort zum Sonntag für den heutigen Mittwoch: Es ist kein bisschen egoistisch, sich auch mal Zeit für sich zu nehmen. Weil entspannte Mamas die Grundlage für entspannte Kinder sind. Und entspannte Kinder sind die Grundlage für einen guten Tag. So ist das.
 
Und hiiiiier (*KLICK*) nochmal der Link zu Katrins wunderbarem Pullunder-Ebook Freya, das ich euch so nebenher gezeigt habe und wärmstens ans Herz legen kann!!
 
Hasenwilde Grüße
Johanna


1 Kommentar:

  1. Liebe Johanna,

    das sagst Du was...
    Wann hatte ich länger als eine Stunde Zeit für mich allein? Ich weiss es nicht :-)
    Oder wann konnte ich eine Nacht länger als 5 Stunden am Stück schlafen? Zwei Jahre sind es sicher her.

    Du hast Recht, diese Zeit ist so wichtig!!! Und auch die Familienzeit, die immer viel zu kurz kommt.
    Danke für den Gedankenanstupser!

    Liebe Grüße
    Lara

    (und das Shirt sieht toll aus! Ich wäre nie auf die Idee gekommen, die Farben zu kombinieren, aber es gefällt mir sehr gut!)

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