Montag, 1. September 2014

Urlaubskurztrip an den Gardasee

Guten Morgen!
Heute mal nix genähtes. Heute nehm ich euch mit in den Sommer.... Die Trainingsanzug-Urlaubsfotos habe ich euch ja schon gezeigt - heute dürft ihr noch ein paar Urlaubseindrücke sehen!


Ich bin ja so der absolute Urlaubs- und Fernwehmensch. Wenn im Frühling das erste laue Lüftlein um meine Nase streicht, sitze ich quasi schon auf gepackten Koffern, mental zumindest. Es kann für mich gar nicht oft genug fortgehen, ich lerne unglaublich gerne neue Leute kennen und sehe neue Gegenden. Ich bin kein Typ, der jedes Jahr exakt das gleiche Ziel aussucht, ich fahre gerne jedes Jahr woanders hin.


Oberstes Gebot ist dabei maximale Flexibilität. Wenn das Wetter schlecht wird oder es mir nicht gefällt, will ich mir die Möglichkeit offen lassen, weiterzuziehen. Irgendwohin, wo die Sonne scheint. Mit meinem Mann war da der Rucksack und das Flugzeug das Mittel der Wahl- besonders der Kontinent Afrika hat es uns beiden angetan, und da will ich auf alle Fälle nochmal hin. Wenn die Kinder größer sind.


Aber mit Kindern sind wir am liebsten mit dem Wohnwagen unterwegs. Ich finde, recht viel besser wird's nicht, als mit der Wohnbüchse irgendwo in den Süden zu tuckern und an einem schönen Campingplatz sein Lager aufzuschlagen. Die Kinder können durch die Gegend fetzen, Meer/See/Pool sind direkt in der Nähe, der Tag startet mit einem ausgedehnten Frühstück im Freien, wir verbringen jede Sekunde draußen und die Zeit läuft ein bisschen langsamer.



Schon als Kinder haben wir jeden Urlaub im Wohnwagen verbracht und jede Menge schöner Orte abgeklappert. Und es war immer ein Highlight. Und seit der Geburt meiner Mädels laden mich meine Eltern einmal im Jahr ein, sie am Ort ihrer Wahl zu besuchen und ein paar Tage mit ihnen beim Campen zu verbringen. Dann packe ich, reiselustig wie ich bin, Kinder und Badesachen ein und düse nach Kroatien, Italien oder wo auch immer der Wohnwagen steht und verbringe dort mit den Mädels eine wunderbare Oma-Opa-Woche. Auszeit für alle Beteiligten. Inklusive dem Papa, der die Ruhe daheim genießt (wenn er gerade nicht in der Arbeit weilt ;) ). Wahlweise kommen noch eine/mehrere meiner Schwestern mit oder ohne Anhang dazu. Wie sich's ergibt.


Heuer ging die Reise an den Gardasee. Weil das aber nur ein Zwischenstop für meine Eltern war, die Richtung Ligurien und dann an die französische Grenze weiterziehen wollten, wurde es ein verlängertes Wochenende mit Heimfahrt im Zug. Und deswegen habe ich die Hasenkinder heuer das erste Mal getrennt - die Große ist mitgefahren, die Kleine hat ein Exklusiv-Papa-Wochenende verbracht. Und beide haben es genossen, das Wochenende Einzelkinddasein, jede von einem Paar Großeltern mitgehütet... :)



Seit heuer gibt es im Fuhrpark meiner Familie ein Wohnmobil, das diesen Urlaub seine Jungfernfahrt hatte. Mal was Neues. Mein Fazit: Eine tolle Sache, wenn man im Urlaub viele einzelne Stationen anfahren will (das ist mit dem Wohnwagen viel zu aufwendig, gerade wenn man ein Vorzelt aufbauen will. Mit dem Wohnmobil geht das ratz-fatz!) und mit dem Rad flexibel ist (weil man ja kein Auto dabei hat). Mit meinen Kindern bleibe ich aber wohl beim guten, alten Wohnwagen - da ist das zusätzliche Auto schon praktisch.


Gerade beim Einkaufen.... ;) Jedenfalls haben das Maxihaserl und ich haben die Zeit sehr genossen. Wir waren täglich im Pool und im "Meer", wie das Hasenkind und die Oma den See einhellig genannt haben. Ich hatte tagsüber (!!) Zeit zum Lesen. Während das Tochterkind vollkommen versunken stundenlang im Strandsand gebuddelt hat, zum Beispiel.


Abends haben wir uns dann von Opas Kochkünsten verwöhnen lassen - hier seht ihr ein Meeresfrüchterisotto! LECKER!!!! Ich finde übrigens Kochen im Urlaub gar nicht schlimm - bei uns ist das immer ein Familienevent. Einer schnipselt, einer kocht, einer deckt den Tisch, es riecht lecker, jeder darf mal aus dem Kochtopf probieren und weil hinterher keiner fahren muss, kann man dazu den offenen Wein vom lokalen Weinhändler genießen... Und das Abspülen ist im Urlaub ein Klacks, beim Abspülen lernt man immer die nettesten Leute kennen.... :)


Und abends kann man gemütlich noch ein Glaserl Wein trinken, den Sonnenuntergang beobachten, über alles mögliche reden oder auch mal ein Spiel spielen. Ganz entspannt.


Wir waren spazieren, haben eine Tages-Radeltour gemacht und sind am letzten Tag ein Stückchen ins Hinterland zu einem Wein- und Olivenölbauern gefahren. Das hat mir besonders gut gefallen - da lässt man schon nach ein paar Kilometern den See und die Miturlauber hinter sich und ist in einer ganz anderen Welt.


Es gab Ziegen und Hühner, ein paar Spielgeräte für das Hasenkind und ein kleines Bistro für uns. :)


Am Montag haben meine Eltern uns am Bahnhof in Verona abgeliefert, und das Hasenkind und ich sind mit dem Zug nach Hause gefahren. Und das war einer der Hauptgründe, warum das kleine Hasenkind daheim bleiben durfte. Während die Große auf Auto- und Zugfahrten total unkompliziert ist und sich stundenlang mit einem Discman oder ihren Büchern beschäftigen kann, schläft oder aus dem Fenster schaut, ist das kleine Hasenkind mit seinem ungebrochenen Bewegungsdrang kein besonders geduldiger Autofahrer... ich glaube, zweimal eine Fahrt von 7 Stunden (mit dem Zug waren wir wegen des Umsteigens sogar noch länger unterwegs) hätte sie nicht besonders lustig gefunden - für ein langes Wochenende zumindest. Und nachdem im September sowieso noch der Familienurlaub ansteht.... :D


Jedenfalls haben alle Beteiligten das Wochenende total genossen - daheim und in Italien. Ein Kurzurlaub zum Durchschnaufen, Kraft und Sonne tanken. Schön war's.

 
 
Und ihr so? :D
 
Hasenwilde Urlaubsgrüße
Johanna

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